Netstal: Explosion zerstört Einfamilienhaus

explo Kapo GL

Bei der Explosion ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand verletzt worden. Obwohl sich die Hausbewohnerin während der Explosion im Haus befand, ist sie mit Kratzern davongekommen. Sie wird aber wegen Schocks im Kantonsspital in Glarus behandelt, wie Polizeisprecher Hanspeter Eicher am frühen Sonntagnachmittag sagte.

Die Polizei rätselt über den Verbleib ihres 62-jährigen Ehemannes. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er unter den Trümmern begraben ist. Er ist kein Unbekannter. Im Juni dieses Jahres stand er vor Gericht, als er mit einem Koffer voller rezeptpflichtiger Medikamente, einem riesigen Waffenarsenal und knapp 2,5 Promille Alkohol im Blut am Zürcher Sihlquai aufgeflogen war. Der Mann sei der Polizei als Waffennarr bekannt, der zu Hause mehrere Maschinengewehre, Sprengstoff und anderes Waffenarsenal gehabt habe, sagte Polizeisprecher Eicher. Das «agentenwürdige» Waffenarsenal brachte ihm den Beinahmen «Hobby-Agent» ein.

Das Haus bleibt unbewohnbar
Die am Samstagaband in Sicherheit gebrachten neun Anwohner konnten gemäss Menzi am Sonntag nicht in die Liegenschaft zurück. Sie fanden bei Bekannten und Verwandten Unterschlupf oder wurden von der Gemeinde versorgt. Zudem bleibt das Gebiet grossräumig abgesperrt.Warum es zur gewaltigen Explosion kam, die eine Haushälfte vollständig zerstörte, ist weiterhin unbekannt.
Die Trümmer des Hauses werden nun unter Aufsicht des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes der Stadt Zürich abgetragen, um Hinweise auf die Explosionsursache zu finden. Da eine Folgedetonation nicht auszuschliessen sei, müsse man dabei sehr vorsichtig vorgehen, so die Polizei.  -Kapo GL

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