Kampfjet-Beschaffung

Initiative Gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen: NEIN

pro

In den verschiedesten Zeitungen werden die Leserkommentare zu einer Initiative für Volksabstimmung über die Kampfjet-Beschaffung immer schlimmer. Da äussern sich leider viele Leute, welche von den Aufgaben der Luftwaffe keinen Schimmer haben.

Eine Volksabtimmung über etwas, wovon die meisten Leute keine Ahnung haben, verkommt zur Farce. Dann stimmen wir nächstens auch ab, ob und welche Computer der Bund kaufen soll. Solche Sachgeschäft sollen in Zukunft immer noch jene Leute beschliessen, welche wir eigentlich dafür gewählt haben. Die in den Kommentaren gemachten Vorwürfe von korrupt bis zu dumm sind eine böse Verleumdung. Wäre dem wirklich so, dann können wir das Parlament etc. ja sofort abschaffen. Wer weiss, vielleicht gibt es ein Grüpplein, welches so eine Initiative verlangt.

 

Die Argumente sind verschieden: Da werden anstelle von Jets Kampfhelikoper verlangt weil man sie auch in Friedenszeiten benutzen könne. Nur sind diese Dinger für den Kampf ausgerüstet, hauptsächlich für den Luft – Bodenkampf und als Transportmaschinen nicht geeignet. Ausserdem ist so ein Heli nur ca. 400Km/h schnell, jeder Passagierjet ist mehr als 2 mal schneller und fliegt höher. Der Heli ist somit für die Luftpolizei nicht brauchbar.

 

Andere Leute verlangen nach Drohnen. Aber auch diese sind für Luftpolizei- und den Luft – Luftkampf ungeeignet, sondern bis jetzt nur für Bodenaufklärung und Bodenzielbekämpfung geeignet.

 

Wieder andere verlangen Abwehrraketen. Für die Luftpolizei nicht geeignet, weil wir nicht jedes Flugzeug, welches ungemeldet in unsern Luftraum eindringt generell abschiessen dürfen. Raketenstellungen müssen durch die Luftwaffe geschützt werden, sonst sind sie innert Kürze zerstört durch fremde Kampfjets.

 

Es gibt auch welche, die glauben, es wäre viel zu teuer. Die kommenden Jahre werden nicht rosig sein für die Schweiz. Darum ist der ausländische Lieferant verpflichtet, Kompensationsgeschäfte in der Höhe der Beschaffungssumme der Kampfjets immerhin ansehnliche drei Milliarden Schweizer Franken mit Schweizer Firmen abzuschliessen. Das bedeutet, dass in den kommenden zehn Jahren jährlich etwa 300 bis 400 Millionen Franken zusätzlich in die Schweizer Industriebasis fliessen. Dies entspricht etwa 10 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes von Schweizer Firmen im sicherheitsrelevanten Bereich und sichert Arbeitsplätze. 

Ausserdem geben wir für die Osterweiterung der EU und sonstige Unterstützungen im Ausland Milliarden aus, zusätzliche Milliarden für den Unterhalt von Wirtschaftsflüchtlingen im Inland aber für unsere Armee haben wir kein Geld. Die Armee ist wie eine Brandversicherung. Schaffen wir diese auch ab, nur weil es bei uns noch nicht gebrannt hat? Versicherungen kann man nicht erst beim Eintreten eines Notfalls abschliessen. Je höher aber unser Anspruch im Notfall ist, desto teurer ist halt auch die Prämie.  


Den echten Gegnern (GSOA und Teile der SP etc.) geht es nicht um die Beschaffung, sondern nur darum, die Armee zu schwächen und sie so möglichst schnell abzuschaffen. Was sind ihre wirklichen Ziele?
 

Wenn wir die Armee praktisch abschaffen und unsere Sicherheit und unsern Schutz in die Hände der Nato legen wollen so wird das nicht billiger als heute. Die Infrastruktur und Flugplätze für die Luftüberwachung müssten wir auch stellen sowie sämtliche Kosten übernehmen. Der Preis wäre auch enorm und wir könnten dann nicht mehr darüber abstimmen. Wir hätten zu zahlen und zu schweigen, hätten fremde Truppen in der Schweiz und müssten die Neutralität aufgeben. Wenn wir die Armee abschaffen wollen so geben wir die Schweiz auf mit all unserer Freiheit, unseren Errungenschaften und Sicherheiten. Wollen wir uns wirklich wegen ein paar Milliarden verkaufen? An wen, die Nato, die EU? Welche Schweizer wollen das?   

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