Vermisste Lucie Trezzini (16): Spur endet in Baden

lucie
(Bild: Kapo SZ)

Seit Mittwochabend, 4. März, wird in Pfäffikon die 16-jährige Lucie Trezzini vermisst. Bei der Suche nach der Vermissten konnte ein Spürhund der  Polizei eine Spur der Vermissten aufnehmen, welche beim Bahnhof Pfäffikon endete.

Aufgrund der Vermisstmeldung in den nationalen Medien sind bei der Kantonspolizei Schwyz einige wenige Hinweise eingegangen. Eine Person gab an, die Vermisste am Mittwochabend, um zehn Uhr, in Baden/AG, gesehen zu haben. Die letzte Ortung des Mobiltelefons der Vermissten führte ebenfalls nach Baden/AG beim Jugendclub Trafo. Seither verliert sich hier die Spur der Vermissten.


Neue Erkenntnisse

Ein Freund in der Westschweiz führte ein Handygespräch mit Lucie in Zürich. Er hat mitbekommen, wie Lucie während des Gesprächs von einem Mann angesprochen wurde, der etwas von ihr wollte.

Darauf habe Lucie das Gespräch abgebrochen und ihn nach zehn Minuten wieder zurückgerufen, wollte aber nicht sagen, was der Unbekannte von ihr wollte.

Ein möglicher Hinweis, um was es ging, liefert ein Natelgespräch, welches die Vermisste drei Stunden später mit einer Kollegin führte. Lucie habe diese Kollegin gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, für Fotos mit Schmuck zu posieren. Die Kollegin war nicht einverstanden. 

Vor ca.  2 Wochen wurde auch schon ein Mädchen von einem Mann angesprochen ob sie Schmuck präsentieren wolle. Ort in Zürich oder Baden.
Gage: 500.— Fr. pro Shooting. Sie wurde gebeten mitkommen und einen Vertrag unterschreiben. Das Mädchen war noch nicht 18 und rief ihren Vater an welcher sagte, dass sie auf keinen Fall alleine gehen solle, er komme mit. An der besagten Adresse war diese Firma aber nirgends zu finden.Der Mann war jedoch trotzdem vor Ort und erklärte, das der Kopierer kaputt sei und er daher den Vertrag nicht kopieren könne und verlangte die E-Mail Adresse des Mädchens. Bis heute hat sich dieser Typ nicht mehr gemeldet. 

Wie auch bekannt wurde treibt sich beim X-tra in Zürich auch ein Mann herum, welcher junge Frauen anspricht um sie zu Fotos mit Schuhen zu überreden. 
 

Falls ihr Kenntnis habt von einem Vorfall, bei dem eure Kinder oder Freundinnen in Zürich (oder Baden) von Fremden angesprochen wurden, ob sie nicht als Model (z.B. für Schmuck oder Kleider) arbeiten wollen, um sie dann dazu zu bewegen, mitzugehen - dann meldet das doch bitte umgehend bei der Einsatzzentrale der SZ Polizei unter 041 819 29 29 oder 041 819 55 78.

Die Beschreibung dieser Personen wäre sehr hilfreich für die Polizei. Scheinbar ist diese "Masche" tatsächlich am Laufen und schon mehreren Personen passiert !!!!


Seit August arbeitet Lucie als  Au-pair in Pfäffikon. Am Mittwochnachmittag hat Lucie immer frei. So verlässt sie auch vor drei Tagen nach dem Mittagessen die Wohnung mit der Angabe, sie fahre nach Zürich.

Normalerweise komme Lucie spätestens um 22 Uhr nach Hause. Sie sei sehr zuverlässig. Wenn etwas nicht klappe, so rufe sie an, sagt die Gastfamilie.


An diesem Mittwoch ist Lucie aber abends um zehn noch nicht zu Hause. Ihre Gastfamilie macht sich Sorgen. Kurz vor 22.30 Uhr ruft sie Lucie auf ihrem Handy an. Doch Lucie antwortet nicht. Sie reagiert auch nicht auf mehrere SMS.

Die Polizei wird eingeschaltet. Auch sie glaubt nicht, dass der Teenager einfach weggelaufen ist. «Wir haben aber keine Erkenntnis, dass sie jemanden getroffen hat», sagt Florian Grossmann von der Kapo Schwyz.

Ihr letztes Lebenszeichen gab Lucie ca. um 18 Uhr. Sie ruft eine Freundin an.  Es handelt sich um eine belanglose Plauderei. Die Polizei ortete das Handy in Baden, hinter dem Bahnhof. Der letzte Anruf auf ihr Handy war um 22.30 Uhr, die Gastfamilie versuchte sie zu erreichen.

Lucie fuhr fast jedes Wochenende heim zu ihrer Mutter nach Freiburg. Lucies Freunde suchen sie derweil auch auf Facebook: «Vermisst!! Hilferuf!!»

Wo ist das Mädchen?

Die Polizei ist weiterhin sehr interessiert an jeglichen Hinweisen über den Aufenthalt von Lucie Trezzini. Hinweise nimmt die Kantonspolizei Schwyz, 041 819 29 29,
oder 041 819 55 78
oder jede andere Polizeistelle entgegen.

 

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