Lachen: Vandalenakt oder Verwaltungsunfug?

Wie aus der Presse zu entnehmen war, sind urplötzlich der Schrammberger- und der Häuslistein aus den Anlagen verschwunden. In der heutigen Zeit denkt man in erster Linie an einen Vandalenakt. Wurden die Gedenksteine von Nachtbuben in den See geworfen?

Stein 1  Stein 2

Absolut nicht. Sie wurden auf Befehl unserer Gemeindeverwaltung „entsorgt“. Wohin sie gekommen sind und ob sie eventuell noch ganz sind wissen wir nicht.

Wer genau für diesen unsinnigen Akt verantwortlich ist konnte noch nicht festgestellt werden. Es wäre aber doch interessant zu wissen, wer diesen Beschluss gefasst hat und mit welchen Argumenten. Die verantwortlichen Personen haben anscheinend ein etwas komisches Verhältnis zur Kultur.

 

Auf www.lachen-online ist heute noch unter Partnerstadt Schramberg aufgeführt und die Geschichte des Steins, welcher den Lachnern von den Schrambergern aus Freundschaft geschenkt wurde. Den Gedenkstein nun stillschweigend zu entsorgen ist eine grosse Beleidigung unserer Partnerstadt.

 Die Neugestaltung der Hafen- und Seeanlagen gibt noch niemandem das Recht, die Erinnerung an Jakob Häusli (1875-1949), Ersteller und Förderer der früheren Lachner Seeanlagen und des Strandbades, auszulöschen.  

Hiermit fordern wir den Gemeinderat auf, zu diesen Vorkommnissen in der Presse öffentlich Stellung zu nehmen.

Schrambergerstein

Schramberg, unsere Partnerstadt in Deutschland

Im Jahre 1988 feierten die Schwarzwälder Fünftälerstadt Schramberg und die Gemeinde Lachen das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft und Städtefreundschaft, die 1963 vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Konstantin Hank und dem Lachner Raff-Freund Anton Marty-Feldmann sowie den Schramberger und den Lachner Vereinen begründet wurde. Zum 25-jährigen Jubiläum schenkte Lachen der Stadt Schramberg am 6. Mai 1988 einen Gedenkstein aus Buchberger Sandstein mit Erinnerungstafel und am 27. August 1988 schenkten die Schramberger in Lachen den Lachnern mit gleicher Inschrift einen Gedenkstein aus Schwarzwälder Buntsandstein.

(Quelle: www.lachen.ch//tourismus/sehenswuerdigkeiten)

Häuslistein

Zur Erinnerung an Jakob Häusli (1875-1949), Ersteller und Förderer der Lachner Seeanlagen und des Strandbades. Er legte den Grundstein für die Anlagen um das 36er-Schulhaus, die Seeanlagen und das frühere Strandbad. Jakob Häusli half persönlich bis zu seinem Ableben bei der gärtnerischen Gestaltung mit. Zu seinem Andenken liess die Gemeinde Lachen 1950 auf einem Findling vom Bolenberg bei Wangen die Gedenktafel anbringen.

(Quelle: www.lachen.ch/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten)

Text:Redaktion
 

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Kommentar von Bruno Peter | 29.05.2010
Als Enkel von Jakob Häusli möchte ich wissen, wo der Stein geblieben ist.
Bruno Peter, Unterwilrain 34, 6014 Luzern
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