Kampf gegen Raser?
Acht Parlamentarier von links bis rechts haben in der Arbeitsgruppe Kampf gegen Raser Vorstösse gegen Raser erarbeitet. Gestern reichten sie ihre Forderungen ein.
Die Idee mit dem Fahrtenschreiber leuchtet noch ein, ist aber nichts Neues. Ausserdem kommt sie erst zum Tragen, wenn die Raserei schon geschehen ist und der Raser überlebt hat. Vielleicht sollte man prüfen, ob man bei jugendlichen Neulenkern solche Fahrtenschreiber vorschreiben könnte und für welche Dauer. Das wäre die bessere Prävention.
Die Aussage, „Wir haben als Richtlinie bei Geschwindigkeitsübertretungen die «40 plus» definiert.“ ist total unprofessionell und unklar. Gilt diese Richtlinie wirklich generell in jedem Falle, überall, Innerorts, auf Landstrassen, Autostrassen und Autobahnen?
Dies tönt sehr verwirrend und wirft noch einige Fragen auf. Jeder weiss dass nicht nur die Geschwindigkeit ausschlaggebend ist, sondern vor allem die Situation.
Wenn man also mit 85 Km/h (nur 35 Km/h zu schnell) durch ein Dorf fährt, oder mit 65 Km/h durch die 30er Zone beim Kindergarten, ist man dann noch kein Raser?
Ist man auch ein Raser, wenn man auf einer Autobahn 40 Km/h zu schnell fährt? Es ist doch bestimmt viel gefährlicher 35 Km/h zu schnell durch ein Dorf zu fahren als 40 Km/h auf einem geraden, trockenen Stück Autobahn bei wenig Verkehr.
Wenn dieses Resultat der parlamentarischen Arbeitsgruppe ihre ganze Weisheit war, dann gibt das zu Denken. So eine Schnapsidee hätte ebenso gut in knapp einer halben Stunde an einem Stammtisch in einer Kneipe „erarbeitet“ werden können. (Red.)
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