Der goldene Lachner Pavillon am See

Der Pavillon wurde mit 185 000 Fr. budgetiert. Jetzt kostet er plötzlich fast vier Mal mehr, nämlich 731 000 Fr.
Bei der Ausstattung und Beleuchtung wurde das Budget auch um 149 000 Fr. überschritten. Diese unglaublich hohen Preisüberschreitungen wurden nicht einmal detailliert begründet. Wie konnte es zu dieser Situation kommen?
Hier der Auszug aus einem Artikel der Lachner-News vom Juni 2008:
Gemeinde lässt einen Kiosk mit Bistro bauen
Die Leute von Seldwyla oder eine Gemeinde lässt einen Kiosk mit Bistro bauen
Es war einmal eine Gemeinde, die wollte einen Kiosk bauen. Einstöckig, nicht unterkellert, nicht kompliziert, betoniert und gemauert. Das Vorhaben wurde denn auch mit viel Elan in Angriff genommen. Die Fertigstellung hätte zusammen mit der neuen Hafenanlage erfolgen sollen. Aber es hat nicht sollen sein.Warum? Den Gerüchten zufolge hiess es, das Ausmessen für die Küche und die Glasarbeiten könnte erst nach der Austrocknung des Betons und der Mauern erfolgen. Und es trocknete und trocknete und trocknete. Dann hiess es, alles nur Lieferschwierigkeiten. Nur, der Sommer ist schon bald vorüber. Es bestehen gravierende Mängel. Die Abtrennung zwischen Damen- und Herren-WC`s besteht aus sehr durchsichtigem Milchglas welches nicht von der Decke zum Boden abgeschlossen ist. In einem Gastrobetrieb eigentlich nicht zugelassen. Die Mauer zwischen WC und „Küche“ ist nicht dicht, so dass „die Düfte der grossen weiten Welt“ eben genau in der „Küche“ deutlich zu riechen sind. Sauerei! Die Pächter werden kaum die volle Miete bezahlen wollen. Besonders, wenn ihnen die Gemeinde auch noch verweigert einen Grillstand zu betreiben.
Wer hat hier versagt? Wo ist der Wurm drin? „Das Desaster mit dem Kiosk/Bistro am Hafen nimmt kein Ende. Seit einiger Zeit wurde die Verglasung endlich montiert. Von aussen sieht es nun aus, als wäre alles in Ordnung. Doch weit gefehlt! Der Aushang welchen die Pächter am Bistro angebracht haben sagt alles: "Aufgrund von neuen technischen Problemen können die Glaselemente nicht geöffnet werden. Die Behebung der alten baulichen Mängel ist auch noch nicht erfolgt. Das Bistro ist geschlossen und kann den Betrieb immer noch nicht aufnehmen." Es ist kaum zu glauben, wieviel Fehlplanung und Pfusch in einen Kubikmeter dieses kleinen Gebäudes passt. Das letzte Jahr konnte der Betrieb nur sehr eingeschränkt geführt werden was sich bestimmt auf den Umsatz der Pächter ausgewirkt hat. Trotz allen baulichen Mängeln hatte man den Pächtern sogar auch noch verboten einen Grillstand zu betreiben! Wie lange werden sich die Pächter noch hinhalten lassen? Ist der Vermieter nicht imstande das Objekt innert nützlicher Frist (das heisst aber nicht innert mehr als einem Jahr) hundertprozentig betriebsbereit zu machen so wäre ein Rücktritt des Pächters vom Vertrag eigentlich logisch. Dem Pächter müssten seine Umtriebe sowie Verdienstausfälle entschädigt werden. Auf die Miete sollte verzichtet werden. Die Kosten dieses Desasters liegen in erster Linie bei der Gemeinde, das heisst beim Steuerzahler. Inwiefern die Gemeinde Regress nimmt auf die Verursacher der Kosten wäre noch interessant. Der Steuerzahler wäre eigentlich berechtigt, Einsicht in die detaillierten Abrechnungen zu bekommen. Wann bequemen sich die zuständigen Leute zu einer klaren, detaillierten Stellungnahme in der Tagespresse?“ (Juni 2008 Red.)
Natürlich gab es bis heute keine Stellungnahme des Gemeinderates.
Aber an der Gemeindeversammlung vom 24. April 2009 will der Steuerzahler eine klare Antwort auf all diese Fragen! Wer und was jetzt im Einzelnen an diesem Desaster schuld ist wäre jetzt doch an der Zeit zu wissen und zwar im Detail. Nimmt die Gemeinde Regress auf die Verursacher der aller Baumängel? Wer trägt in diesem Falle die Konsequenzen? - (Red.)
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